Eichendorff-Gymnasium Bamberg

Bild der Schule

Theater

Romeo und Julia am EG.

Toll, endlich mal ein Klassiker, so dachte vielleicht die/der Eine oder Andere. Spätestens beim Untertitel – eine - total verspielt.e – Komödie und dem Schlagwort „Eigenproduktion“ kamen diesen aber berechtigte Zweifel. In 19 Szenen und sieben Zwischenspielen wurde auch die Handlung: „Die Kinder der verfeindeten Veroneser Familien Montague und Capulet verlieben sich ineinander. Aufgrund einer Verbannung Romeo Montagues können sie nicht miteinander leben, obwohl sie in aller Heimlichkeit geheiratet haben. Trotz aller Bemühungen fallen sie mehreren Widrigkeiten anheim, die am Ende zu dem Tod der beiden führen. Die große Liebe ist das Thema des Dramas.“ wiedergegeben, aber mit dem für die Theater-AG mittlerweile typischen Verfremdungseffekt.

„Wir spielen Theater im Theater. Shakespeares Romeo und Julia bildet die Rahmenhandlung, doch eigentlich geht es darum, wie das Stück denn nun auf die Bühne gebracht werden soll; etwas, das die Regie, Dramaturgie und Schauspieler häufig zur Verzweiflung bringt. Trotzdem bleibt die Liebe das zentrale Thema, was in den sieben Zwischenspielen deutlich wird.“ Deutlich wurde auch, wie problemlos die verschiedenen Vielzahl von Schülerinnen (43!) mit unterschiedlicher Altersstruktur - 6. bis zur 12. Jahrgangstufe- auf der Bühne miteinander agieren können. Person E: „Das doch immer unser Problem, alle im Stück irgendwie unterzu-bringen.“ Diese, immer etwas undankbare Aufgabe, hat des Regieteam Katrin S. Langfeld, Ruth Marquardt und Jürgen Schmidt zu lösen gewusst.

Mitwirkende: Anahita Anvari, Victoria Auner, Rebecca Deli, Annabel Farmer, Vanessa Franzke, Annemarie Froschauer, Lena Gallenz, Lina Gensler, Sina Gerner, Lena Göler, Leonie Götz, Julia Gürtler, Lena Helmreich, Lara Herold, Canan Kala, Franziska Knorn, Anke Kraus, Ann-Christin Kropf, Laura Kuck, Sara Kurzawa, Vanessa Lamm, Miriam Lennartz, Sara Joy McKinney, Kristin Mesenhuber, Laura Nehr, Selina Oppel, Johanna Parthe, Marina Perebein-os, Amelie Petz, Denise Pfister, Lara Pfister, Sara Pushaj, Lena Rattelsdorfer, Elena Riemann, Lilli Rothkegel, Marie Savina, Tabea Schiel, Sophie Schilling, Jürgen Schmidt, Teresa Schmitt, Viktoria Schmitt, Selina Steinhäuser, Milena Stubenrauch, Silja Utzmann und Julia Woith. Beide Aufführungen am 24./ 25. September waren ein großer Erfolg und erfreuten sich einer gut besuchten Turnhalle.

Erfolg beim 8. C.C.-Buchner-Preis

Bei dem in Kooperation mit dem in Bamberg ansässigen Schulbuchverlag C.C. Buchner und dem Kultur- und Schulservice Bamberg veranstalteten Wettbewerb, bei dem es galt, die besten Kooperationsprojekte von Kultur und Schule zu finden, konnte die Theater -AG des Eichendorff-Gymnasiums angesichts der durch hohen Konkurrenz einen hervorragenden 3. Platz belegen.

Die Theater AG, die aus Schülerinnen der Unter-/Mittel-/Oberstufe besteht, wurde für das Projekt „1914 - Es kriegt so schön? Der erste Weltkrieg im Abriss“ ausgezeichnet.

Nach der Auseinandersetzung mit dem ernsten Thema wurden zahlreiche Ideen für einzelne Szenen gefunden und konkretisiert, die Dramaturgie und das Gesamtkonzept entwickelt. Den roten Faden bildete die Chronologie der Ereignisse. In Kooperation mit dem E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg (Theatertage) entstand ein Stück, das den Verlauf des Ersten Weltkriegs in 17 Szenen, ausgehend vom Attentat auf das österreichische Thronfolgerpaar, darstellt. Dazu kamen verschiedene Situationen innerhalb der Familie, der Schule, in den Rüstungsbetrieben, im Schützengraben, an der Front oder im Lazarett. Die Jury stellte in ihrer Laudatio heraus, dass „ein kreatives und lehrreiches Kunstwerk erwachsen“ sei. „Mit viel Freiraum, Kreativität und einer positiven Einstellung erarbeiteten die Schülerinnen, fachkundig unterstützt durch Frau Langfeld und Herrn Schmidt, den Lehrkräften der Theater AG, ein intensives Stück über den Ersten Weltkrieg. Das Theaterstück zeichnet sich insbesondere durch seine vielfältigen Entwicklungsstufen aus, beginnend bei der anfänglichen, intensiven Recherche, über das Verfassen eines hochwertigen Skripts, bis hin zur mehrmaligen Aufführung. … Die Aufführungen entführten die Zuschauer in eine andere Welt und ließen sie die Erlebnisse auf der Bühne hautnah miterleben. Bedrückende Stille, Sprechverse und ein häufiger Szenenwechsel versetzten das Publikum unmittelbar in die Zeit des Ersten Weltkriegs. „1914“ ist ein herausragendes und unvergessliches Projekt, sowohl für die beteiligten Schüler als auch für die Zuschauer.

Titanic unter Beifall am Eichendorff-Gymnasium aufgetaucht

Die erste gemeinsame Eigenproduktion der drei Theater-Gruppen am Eichendorff-Gymnasium „Titanic on the rocks – upside down” war ein Riesenerfolg. Das Konzept, an einem Thema getrennt zu arbeiten und am Ende zu einem Gesamtkonzept zu gelangen, war erwartungsgemäß von Schwierigkeiten geprägt, führte aber nicht, wie anlässlich des Themas vielleicht zu erwarten war, zur Katastrophe, sondern war ein für alle Beteiligten und Zuschauer beeindruckendes Erlebnis. Gerade die Mischung, die Geschichte der „Titanic“ von ihrer Entstehung bis zu ihrem Untergang mit den dramatischen Elementen durch die Mitglieder der Theater AGs zu erzählen, und das Leben an Bord in musikalischen und tänzerischen Akzenten durch das Tanztheaterensemble zu präsentieren, erwies sich als mutiges, aber gelungenes Experiment.

Unter großem und langanhaltendem Applaus endeten die Aufführungen am 7., 8., und 9. Oktober.

Die Entscheidung der „Theaterschaffenden“ sich auf Grund der Situation, größere Veranstaltungen im kulturellen Bereich ohne Aula immer in der einen Turnhalle durchführen zu müssen und dadurch den Sportunterricht für jeweils eine Woche nahezu lahmzulegen, durchgerungen zu haben, gemeinsam eine große Veranstaltung an drei Aufführungstagen zusammen zu stemmen, war richtig und wird wiederholt werden. Zumindest im zweijährigen Rhythmus.

Dass nach einer Produktion immer die Arbeiten an einer neuen beginnen, ist kein Geheimnis. So freut sich die Theater-AG nach Jahren der Abstinenz in diesem Jahr wieder bei den Bamberger Theatertagen mitwirken zu können. Zurzeit wird diesbezüglich an einer Eigenproduktion anlässlich der 100. Wiederkehr des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges gearbeitet.

Aufführungstermine werden noch bekannt gegeben.

„Es wächst zusammen, was zusammen gehört!“

Seit vielen Jahren ist „Theater machen“ am Eichendorff-Gymnasium ein über Generationen von Schülerinnen gewachsener Begriff und gepflegtes Unterfangen. Dabei ist es v.a. die Vielfalt, die dieses Fach ausfüllt und für diesen Zustand verantwortlich ist. Was als „Schul-“ oder „Darstellendes Spiel“ begann, mit dem „Tanztheater“ eine weitere Komponente erfuhr, erlebte an unserer Schule einen solchen Boom, dass zwischenzeitlich mehr als zehn Prozent eine Bühnenerfahrung erleben durften Die Aufführung am Ende der jeweiligen Erarbeitungs- und Probenphasen waren stets das Ziel jeder Gruppe. Jeder musste und wollte den berechtigten Applaus erleben dürfen. Der Weg dorthin und dieses Erleben waren und sind immer noch eine wichtiger Meilenstein in der Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen.

Nach einer Vielzahl von unterschiedlichen Begriffen und Bezeichnungen für das, was wir nunmehr seit fast zwei Jahrzehnten an der Schule auf der Bühne „machen“, hat man sich in Deutschland in Landes- und Bundesverband auf den Begriff „THEATER!“ verständigt. Dieser Begriff trägt wohl auch zu Recht der enormen Vielfalt dessen, was Schüler(innen) auf der Bühnen darstellen, verkörpern und zum Ausdruck bringen, Rechnung. „Wir machen THEATER!“ Und wie! – Nach wie vor; doch seit diesem Schuljahr etwas anders.

Trotz sinkender Schülerinnenzahl durch die Kürzung einer Jahrgangsstufe im G8 sind die Zahlen der Theater Spielenden, allen Unkenrufen zum Trotz, anfangs nur leicht gefallen und in diesem Jahr wieder kräftig angestiegen. Eine schöne, erfreuliche, aber zunehmend auch problematische Entwicklung. So wünschenswert dieser Anstieg zunächst den Anschein hatte, so problematisch ist er auch. Jede Theatergruppe arbeitet auf eine Aufführung als könnenden Abschluss ihrer Arbeit hin. Und genau dies wurde in den letzten Jahren immer schwieriger: Als Aufführungsort standen und stehen den Theatergruppen, an einer Schule ohne Aula, nur eine Turnhalle zur Verfügung. Diese dient aber doch wohl in erster Linie den sportlichen Belangen. Und so ist es mehr als verständlich, wenn die Sportfachschaft sich darüber beklagt, wenn ihre Heimstätte pro Aufführung für nahezu eine Woche nicht zur Verfügung steht. Nun sind das nicht nur die Theatergruppen, die für diese Ausnahmesituation sorgen, sondern auch die musikalischen Events: Weihnachtskonzert, Frühlingskonzert. Aber nicht nur das Raumproblem stellte sich als zunehmend problematisch dar, auch die Aufführungstermine im Schuljahr gleichmäßig unterzubringen.

Nun haben sich die „Theaterschaffenden“ auf Grund dieser Situation dazu durchgerungen, eine große Veranstaltung an drei Aufführungstagen zusammen zu stemmen. Dabei sollte an einem Thema in den ursprünglichen Gruppen gearbeitet, der stete Dialog gewahrt und die Ergebnisse schließlich stimmig zusammengefügt werden. Ein spannendes Abenteuer, auf das sich alle Beteiligten freuen. Die Aufführungen von „Titanic on the rocks – upside down” finden am 7., 8. und 9. Oktober statt. Wir erwarten ein reges Interesse, so dass man sich möglichst bald eine der begehrten „Schiffspassagen“ sichern sollte.

Jürgen Schmidt

„Zusammenkommen, Zusammenleben“

An diesem vom Landesverband Bayern im Volksbund Deutsche Kriegsgräber e. V. haben die Mädchen der QS in der Theater-AG einen eigenen Beitrag erarbeitet. Der Beitrag von Miram Schaptke wurde von der Gruppe als bester erachtet und sollte daher die Theater-AG beim Wettbewerb vertreten. Ihr Konzept stellt sie hier kurz vor:

Als Anregung von Frau Langfeld und Herr Schmidt, sollten sich die Schülerinnen der Oberstufe des Eichendorff-Gymnasiums Bamberg, die das Fach Theater und Film belegen, Gedanken über diese beiden Wörter machen und darüber eine Szene schreiben. Unserer Kreativität war dabei freier Lauf gewährt, es gab keinerlei Anhaltspunkte oder Vorschriften. Die besten Beiträge sollten zur Aufführung kommen. Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, sollte eine der Szenen verfilmt und eingeschickt werden.

Mein erster Ansatz war das aufeinander Zugehen der Schauspieler und der Wechsel zwischen allein, traurig, depressiv und lächelnd, freundlich, zufrieden. Also nach dem Motto zu zweit ist besser als allein. Dann suchte ich nach einer Alltagssituation.

Zuerst dachte ich an eine Familie, die sich entfremdet hat und wieder zusammenfindet, dann an Asylanten, die eingepfercht in einen kleinen Raum auf unbestimmte Zeit leben müssen.

Und dann hatte ich noch die Idee der Einkaufsstraße, eine Straße voll unterschiedlicher Leute. Geschäftsmänner, Schüler, Kinder, Jogger, Jugendliche und so weiter, jeder geht seinen Weg, keiner sieht den anderen; die Menschen sind im Stress, in ihren eigenen Gedanken gefangen, ichbezogen.

An diesem Einfall blieb ich hängen, eine Situation die alltäglicher fast nicht mehr geht. In diesem ganzen Trübsal findet sich dann plötzlich ein Mensch, der einem hilfsbedürftigen Blinden über den Zebrastreifen begleitet.

Die anderen Menschen beginnen dies wahrzunehmen, ein Wechsel im Verhalten erfolgt.

Die Menschen beachten sich, grüßen sich gegenseitig, auf vielen Gesichtern ist nun ein Lächeln zu erkennen. Ein Zusammenkommen findet statt, ein glückliches Zusammenleben.

Dies war der Grundentwurf, an dem nun die ganze Theatertruppe des Eichendorff-Gymnasiums zu feilen begann. Es wurde gearbeitet, verbessert und neue Ideen eingebracht.

Drei Kleingruppen bekamen den groben Entwurf und durften ihn nun selbst nach ihrem Belieben ausarbeiten und später vorführen. Danach wurde das Beste aus diesen drei kleinen Szenen zu einer großen zusammengefügt.

Der Blinde, dem ursprünglich über den Zebrastreifen geholfen wurde, wurde nun in der Hektik der Einkaufsstraße der Stock weggekickt und von einem aufmerksamen Passant nach einiger Zeit aufgehoben.

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In dem Moment, als sich dann der Blinde bedankt und der Passant ihn durch die Menge führt, setzt ein Wechsel ein. Außerdem wurden in die Szene noch zwei verschiedene Standbilder eingebaut.

Jeder der Mitspieler durfte sich nun ein bestimmtes Utensil aussuchen, das über seinen Job, Alter oder Ähnliches Auskunft gibt. Außerdem beschlossen wir es draußen, auf dem Schulhof, abzufilmen und nicht wie ursprünglich geplant auf der Bühne, denn so wirkt es authentischer.

Nun stand nur noch die Fragen nach dem Ton im Raum, hier entschieden wir uns bei dem ersten Teil der Szenen für ein monotones, trauriges Gemurmel, dass die Theatergruppe durch einen Klangteppich erzeugte, den zweiten Teil der Szene untermalten wir mit dem Gute-Laune-Song ‚Don’t worry, be happy‘, um die Gegensätze noch deutlicher zu machen.

Regie wurde von mir geführt, unterstützt von Frau Langfeld und Herrn Schmidt, der auch beim Film-Schnitt behilflich war.

Miriam Schaptke (11. Jgst.)


Dieser Beitrag wurde von der Jury des Preisausschreibens mit dem 4. Preis ausgezeichnet. In der Begründung hieß es:

Wir bedanken uns für Eure Einsendung zu unserem Preisausschreiben mit dem Thema „Zusammenfinden – Zusammenleben“. Ihr habt Euch in Eurer Arbeitsgemeinschaft mit diesem Thema beschäftigt und ein Beispiel für Eure Darstellung gewählt, das im Alltag in jeder Stadt passieren kann. Mit einem Minimum an Szenen ist es Euch gelungen zu zeigen, wie eine kleine gute Tat die Menschen verändern kann, wie Hektik und Nebeneinander, die leider so häufig im menschlichen Leben herrschen, plötzlich vorbei sind. Der Wechsel von der Anonymität zum Miteinander ist szenisch und akustisch sehr gut herausgearbeitet worden.

Die Siegerurkunde und der Geldbetrag von 150 € wurde den Schülerinnen vom Geschäftsführer für den Bezirk Oberfranken, Herrn Robert Fischer, überreicht.

Das Theater boomt 2010/11 am Eichendorff-Gymnasium

Neben den beiden Theater-AGs, der Basisgruppe Theater-AG I, in der die Grundfertigkeiten des Theaterspielens vermittelt werden, und der Theater AG II der Jahrgangsstufen 6-10 agieren im laufenden Schuljahr der letzte Grundkurs „Dramatisches Gestalten“ der KS13 sowie das Projektseminar Theater der Q12.

Die lustigen Weiber von Windsor
(Aufführung 2009 im EG)
Die lustigen Weiber von Windsor
(Aufführung 2009 bei den Schultheatertagen)

Die Entdeckung des Chaos - ein Pedant im Theaterseminar

Man könnte sich fragen, wie jemand wie ich, der von gewissen Ressentiments gegenüber Gruppenarbeit geprägt ist und gerne nach strikten Plänen handelt, im Theaterseminar gelandet ist. So kam es dazu: Da ich weder Hunde hypnotisieren, noch Experimente zur Fahrphysik durchführen wollte und zudem gänzlich unmusikalisch bin, war meine Auswahl von vornherein eher beschränkt. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich dann für das Theaterseminar. Ich muss zugeben, dass es mich gereizt hat einmal etwas völlig Neues auszuprobieren. Ich war gespannt auf das, was mich erwartete.

Zu Beginn des Theaterseminars fühlte ich mich ziemlich deplatziert. Ich fand es komisch im Raum herum zu laufen und Worte vor mich hin zu brabbeln, imaginäre Gegenstände zu tragen oder die Luft anzubrüllen. Ich hatte ständig das Gefühl etwas falsch zu machen. Das liegt sicherlich an meinem perfektionistischen Gemüt, denn wenn ich nicht genau weiß, wie man etwas macht und nicht einschätzen kann, ob das, was ich mache, richtig ist, fühle ich mich unwohl. Ich war erleichtert als wir dann die Theaterstücke aus den Spielplätzen zusammenfassen sollten. Endlich etwas, was ich konnte.

Nachdem wir dann die Entscheidung getroffen hatten selbst ein Theaterstück zu entwickeln, fingen wir an über das Thema zu diskutieren, Konzepte zu ent- und verwerfen. Mittlerweile hatte ich mich sogar an die Aufwärmübungen gewöhnt und sie machten mir fast ein bisschen Spaß. Auch die Idee Märchen abzuwandeln fand ich sehr gut. Es folgten endlose Diskussionen über unseren roten Faden, die Rahmenhandlung und unsere Message. Die eher chaotischen Zustände bei der Ausarbeitung waren mir etwas suspekt. Bei jeder zweiten Frage hieß es „das ergäbe sich beim Spielen.“ Ich war sehr skeptisch, ob das alles so funktionieren würde, aber dann sagte ich mir, dass die langjährigen Mitglieder der Theatergruppe ja wissen müssen was sie tun.

Ich machte mich, meistens gemeinsam mit Lisa, daran „Dornröschen“ in Dramenform umzuschreiben, die Geschichte immer wieder zu verändern bis die endgültige Version abgeschlossen war. Auch die Aschenputtel- und die Schneewittchenabwandlung wurden geschrieben, Übergänge geschaffen und unser Theaterstück war endlich fertig. Die Rollen wurden verteilt und die Proben begannen.

Das Proben hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich wusste zwar immer noch nicht, wie ich manches machen oder bestimmte Anweisungen umsetzen sollte, aber ich beschloss nicht mehr darüber nachzudenken, was und wie ich etwas mache, sondern einfach intuitiv zu handeln.

Bei unserer Probe in den Ferien wurde mir klar, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen waren. Am Anfang saßen wir alle in verschiedenen Ecken beäugten uns und arbeiteten in Grüppchen. An diesen zwei Tagen war davon nichts mehr zu spüren. Wir halfen uns gegenseitig, gaben Tipps und lachten gemeinsam.

Das Probenwochenende war dann zwar anstrengend, aber es war wirklich schön zu sehen, dass aus unserem Chaos ein richtiges Theaterstück entstanden ist. Die Aufführungen waren auch toll, das Spielen hat Spaß gemacht und die Reaktionen des Publikums auf unser Stück waren auch bestens.

Zum Schluss muss ich sagen, dass mir das Theaterseminar sehr gut gefallen hat. Wenn wir noch einmal wählen müssten, würde ich wieder die gleiche Wahl treffen. Es war eine gute Erfahrung für mich einmal nicht ständig über alles nachzudenken, die Dinge einfach auf mich zukommen zulassen. Ich fand es toll, das Theaterspielen auszuprobieren. Oder um es mit Shakespeares Worten auszudrücken: All’s well that ends well.

Agnes Glaas

Es werden im Schuljahr 2010/11 folgende Stücke zur Aufführung gebracht:

29./30. November 2010

GK Dramatisches Gestalten
„V Stücke"
Spielort: Eichendorff-Gymnasium

17./18. Januar 2011

Projektseminar Theater
„TICKTANIC – Der Untergang der Märchenwelt" (Eigenproduktion)
Spielort: Eichendorff-Gymnasium

9./10. Mai 2011

Theater AG II
Ken Campbell: „Mr Pilks Irrenhaus“
Spielort: Eichendorff-Gymnasium

Katrin Langfeld, Jürgen Schmidt