Eichendorff-Gymnasium Bamberg

Bild der Schule

Das EG-Sozialprojekt - „Hilfe für Indien"

Seit 2012 haben sich die Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums dafür entschieden, in den nächsten Jahren den Friendcircle Worldhelp, eine Hilfsorganisation mit Sitz in Bamberg, zu unterstützen.

Das Projekt wird jeweils am Sommerfest abgeschlossen. Die einzelnen Klassen können dabei ihre individuelle Spendenveranstaltung vorstellen.

Auch in den nächsten fünf Jahren wird sich jede Klasse mit ihrer Klassenleitung durch individuelle Aktionen bemühen, über Sponsoren möglichst viel an Spendengeldern zu sammeln. Durch „Kilometergeld“ am Wandertag, Verkaufen von Kleidung, Backen, Kochen, Film- und Theatervorführungen mit Popcorn und Cateringservice wird so zumindest ein kleiner Teil dazu beigetragen, dass es einigen Menschen besser geht als vorher.

Die Schüler können sich hier sicher sein, dass ihr gesammeltes Geld zu 100% dort ankommt, wo Kinder an Hunger leiden, nichts zum Anziehen haben, sich Infektionskrankheiten ausbreiten, Kranke vergessen werden und viele Menschen ums bloße Überleben kämpfen.

So konnten im Sommer 2012 als Spende 4.236,70 € an die Hilfsorganisation überwiesen werden.

Was mit den Spendengeldern passiert ist:

Ein typischer Slum im Norden Indiens. Im Sommer ist es hier bis zu 48°C heiß und trocken, in der Monsunzeit schüttet es wie aus Eimern und im Winter wird es nachts bis zu 2°C kalt. Ein hartes Leben unter Plastikplanen ohne Heizung, Toilette und fließend Wasser...

Die Kinder in der Leprakolonie „Chakia“. Sie freuen sich über neue Kleidung für den kommenden Winter, eine Schuluniform, Schulmaterial (Hefte und Stifte), eine Wollmütze und ein paar Süßigkeiten. Im November 2012 hat der FriendCircle WorldHelp acht Leprakolonien unterstützt. Es wurden Grundnahrungsmittel wie Reis und Linsen ausgeteilt und /oder die Kinder mit den notwendigen Dingen für einen Schulbesuch ausgestattet. In Chakia ging noch nie ein Kind zur Schule! Für Nahrungsausteilungen werden pro Person zehn Kilo Reis kalkuliert, a dies das Grundnahrungsmittel ist. Inklusive einer Ration für die Kinder kommt so für eine Kolonie etwa eine Tonne Reis zusammen. Dazu wird Dal (= Linsen) eingekauft, welches viel Protein enthält. Dazu essen die Menschen, wenn sie es sich leisten können, täglich noch ein klein wenig Gemüse und das war’s. Frische Lebensmittel wie Obst ist für die Masse der Inder zu teuer und wird daher sehr wenig und in kleinen Mengen gegessen. Alles zusammen gerechnet kostet der Einkauf für eine Kolonie etwa 600 Euro, ein Kilo Reis kostet hier 22 Rupien (= 32,4 Cent).

In zwei Leprakolonien wurden im Frühjahr 2012 Brunnen gebohrt. Hier sieht man den neu entstanden Garten in der Kolonie in Rourkela. Die Bewohner haben große Hoffnung durch den Anbau von Gemüse einen Teil zu ihrem Lebensunterhalt beitragen zu können.

Auf dem Foto sieht man die verstümmelten Hände, wodurch es für die Frau sehr beschwerlich ist mit der Hacke zu arbeiten. Die Lepra betroffenen Menschen (sie sind durch eine Antibiotika Behandlung nicht mehr ansteckend, die körperlichen Beeinträchtigungen bleiben jedoch zurück) sind trotzdem voller Elan bei der Arbeit, sofern ihre Gliedmaßen es noch zulassen.

In einer der Leprakolonien muss zuerst noch eine Mauer um den zukünftigen Garten gebaut werden. So wird die Ernte vor den streunenden Tieren geschützt, die sonst die mühsam angebauten Nahrungsmittel auffressen würden. Die Frauen tragen die vom FriendCircle WorldHelp gekauften Steine an die Baustelle. Sie tragen ihr Festtagskleidung zu Ehren der Besucher und strahlen eine Freude und Hoffnung beim Tragen der Last auf dem Kopf aus. Viele haben nur Stumpen an den Füßen und keine Zehen, so dass die offenen Sandalen, wenn sie Schuhe haben, nur schwer am Fuß halten.

Zwei Straßenkinder freuen sich über eine warme Mahlzeit. Durch den Kauf an den kleinen Straßenständen werden auch die Eigentümer und deren Familien unterstützt. Ein großer Teller Reis und ein Klecks Gemüse kosten ca. 30 Rupien (44 Cent). Manche Kinder essen zwei oder drei Portionen. Nach oft zwei bis drei Tagen, wo sie nichts oder nur wenig zum Essen bekommen haben, können sie sich endlich mal wieder richtig satt essen...

Ein kleines Kind, welches mit seiner Mutter auf der Straße lebt. Diese Menschen leben vom Betteln und haben nur die Kleidung, die sie am Leib so lange tragen, bis sie neue geschenkt bekommen...

Jürgen Schmidt