Eichendorff-Gymnasium Bamberg

Bild der Schule

Schulgeschichte

50 Jahre Schulgebäude - Feierstunde am 10.10.2015

Am 10.10.2015 wurde das Jubiläum unseres Schulgebäudes mit einer Feierstunde gewürdigt.
Hier finden Sie die Gedanken von Herrn Weiß dazu, eine Auswahl von Bildern im Anschluss.

Kurze Zusammenfassung der Schulgeschichte

Den Ursprung der Schule findet man im Jahre 1880, als der damalige Töchterschulverein im Erthalhof in der Unteren Karolinenstraße 24 Schulräume anmietete, um dem gewachsenen Bedarf einer nichtklösterlichen Mädchenschule gerecht zu werden. Zu Beginn wurden 108 Schülerinnen unterrichtet.

Bald konnte man das Anwesen Vorderer Bach 6, den so genannten Guttenberghof, erwerben, das bis zur Errichtung des jetzigen Gebäudes zunächst die Vereinsschule bis zum Jahre 1918 nutzte. 6 Klassen und 4 Parallelzüge waren dort untergebracht, gleichzeitig noch bis 1928 auch die Berufsschulverwaltung und das Stadtschulamt. Seit dem Erlass der staatlichen Schulordnung für höhere Mädchenschulen im Jahre 1911 durfte sich die Schule Höhere Mädchenschule nennen; es fand Physik- und Chemieunterricht statt.

Die Stadt Bamberg übernahm schließlich im Jahr 1918 die Schule, die sich ab 1924 Städtisches Mädchenlyzeum nennen durfte, nachdem die 4-klassige Vorschule ab 1922 abgebaut worden war. An die 6. Klasse war seitdem eine einklassige Frauenschule angeschlossen. Im Jubiläums-Schuljahr 1929/30 wurden am Lyzeum 134 und an der Frauenschule 27 Schülerinnen unterrichtet.

Das im Jahre 1938 erlassenen Unterrichtsverbot für klösterliche Lehrkräfte brachte eine Verdopplung des Lehrkörpers der so genannten Bachschule. Der langjährig praktizierte Schichtunterricht entfiel. Statt dessen nutzte man in Kräfte zehrendem Pendelverkehr zugewiesene Räume des damals aufgehobenen Englischen Instituts.

Der Zweite Weltkrieg brachte viele Einschränkungen des Unterrichtsbetriebes. Nach dessen Ende hatten die Amerikaner gar ein Seuchenlazarett eingerichtet und es kostete ein hartes Ringen, bis das Gebäude wieder für Schulzwecke freigegeben wurde.

Seit 1945 war neben der nun genannten Mädchenoberrealschule und der sich zu drei Klassen entwickelnden Frauenfachschule auch die Mädchenmittelschule im Vorderen Bach untergebracht. Das hatte wieder Schichtunterricht zur Folge. Genutzt wurden ferner das Dachgeschoss, sowie Räume der Martinsschule und der Domschule. Für die inzwischen herangewachsene Abiturklasse des aus der Mädchenoberrealschule hervorgegangenen Realgymnasiums wurde im Anwesen Vorderer Bach 4, dem heutigen Barockhotel, ein Studienraum angemietet. Trotz aller Beengtheit schloss der Guttenberghof alle Insassen wie eine Familie zusammen.

Als im Jahre 1958 Frau Dr. Annemaria Schalast die Schulleitung übernahm, waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen gediehen ein Neubauvorhaben anzustreben. Sie war es auch, die 1965 den Namen Eichendorff-Gymnasium für das neusprachliche und sozialwissenschaftliche Gymnasium der Stadt Bamberg prägte, das in diesem Jahr in das neue Schulgebäude in der Kloster-Langheim-Straße 10 umzog. Die Attraktivität der Schule machte es schließlich erforderlich, dass 1977 ein Anbau mit Biologieräumen, Mehrzweckraum und Bibliothek fertig gestellt und bezogen wurde.