Eichendorff-Gymnasium Bamberg

Bild der Schule

Geschichte

In diesem Artikel wurde bereits darüber berichtet, dass die Schülerinnen des W-Seminars Geschichte dem Schicksal der jüdischen Schülerinnen unserer Schule zur NS-Zeit nachgehen werden.

Bereits am 9. November haben Schülerinnen dieses Seminars an der Gedenkfeier der israelitischen Kultusgemeinde am Synagogenplatz teilgenommen und mit Bildern und kurzen Texten an einige dieser jüdischen Schülerinnen unserer Schule erinnert: Gedenken 9. November

Am 27. Januar fand nun in der Bibliothek des Eichendorff-Gymnasiums eine von den Schülerinnen gestaltete und musikalisch umrahmte Gedenkfeier statt, bei der die 13 Biografien der ehemaligen Schülerinnen vorgestellt wurden:





Drache und Elefant sind erwacht – Die Wirtschaftsmächte China und Indien

Diese beiden Länder sind ein Schwerpunktthema des Geographieunterrichts der 10. Klassen, in dem es darum geht, das Zusammenspiel der Faktoren Naturraum, Wirtschaft, Politik und Kultur zu erfassen und Einsicht in weltwirtschaftliche Zusammenhänge zu gewinnen.

Aktuelle Entwicklungen im ländlichen Raum in China konnten die 10. Klassen am Dienstag, dem 06.11.2017, aus erster Hand durch Herrn Lothar Winkler erfahren. Herr Winkler ist Leiter der Abteilung Land- und Dorfentwicklung für die Landkreise Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel. In seinem 90-minütigen Vortrag berichtete er über seine Tätigkeit im Rahmen eines internationalen Partnerprojekts zur ländlichen Entwicklung in China. Dieser bayerisch-chinesische Erfahrungsaustausch wird schon seit vielen Jahren gepflegt und von beiden Seiten mit großem Interesse gefördert. Ziel für die chinesische Zentralregierung ist es, wichtige Impulse anhand praktischer Beispiele der ländlichen Entwicklung aus Deutschland zu erhalten. Der Austausch beruht auf gegenseitigen Besuchen, bei denen Herr Winkler in China sein know how zur Verfügung stellt und in Bayern chinesischen Delegationen konkrete Umsetzungsbeispiele zeigt. Dabei sind Projekte wie Dorferneuerung, Flurneuordnung oder Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht einfach übertragbar, sondern müssen an die spezifischen regionalen und kulturellen Verhältnisse angepasst werden. Sehr anschaulich verdeutlichte Herr Winkler anhand von Bildern sowie während seiner eigenen beruflichen Besuche in der Provinz Shandong gewonnene persönliche Erlebnisse und Eindrücke die Unterschiede, die nicht nur zwischen Bayern und China, sondern auch innerhalb der Projektregion in der Provinz Shandong sehr stark ausgeprägt sind. Bereichernd waren auch die Erzählungen Winklers über die erlebten Kulturunterschiede, die er geschickt in seinen Vortag einfließen ließ. Die Schülerinnen konnten so konzentriert und aufmerksam seinen Ausführungen folgen und stellten interessierte Zwischenfragen.

Lali Banerji brachte den Schülerinnen der 10. Klassen am Dienstag, dem 20.11.2018, die Menschen in Indien und ihre Denkweise näher. Neben Physik und Angewandter Informatik hat sie Psychotherapie und Beratung studiert und war in Indien viele Jahre als Unternehmensberaterin tätig. In Deutschland studiert sie gerade Germanistik und arbeitet unter anderem als Lektorin und Dozentin für Wirtschaftsenglisch an der Uni Bamberg. Sie begann ihren Vortag, den sie auf Englisch hielt, mit der Metapher des Mondes. Der besteht aus der Nähe gesehen aus Staub, aus der Ferne sieht man aber nur das Leuchten. Sie erklärt dieses Bild damit, dass sie erst aus der Ferne, seit sie in Deutschland lebt, ihr Land und die Menschen anders betrachten und wahrnehmen kann. Es gelingt ihr auf eine sehr geschickte Art und Weise, die Schülerinnen auf eine kulturhistorische Reise mitzunehmen, die Grundlage bildet, um das heutige Indien und seine Menschen besser zu verstehen. Es ist nicht nur der Hinduismus und dessen Mythologie, sondern auch die Erfahrung in einem Land mit 15 unterschiedlichen Sprachen aufzuwachsen, die sich auf das Leben auswirken. Die Amtssprache ist nicht die Muttersprache, es ist die Sprache der ehemaligen Kolonialherren. Dies prägt das Miteinander der Menschen. Daher steht die persönliche Bindung der Menschen zueinander im Zentrum, egal ob es die Beziehung zu den Eltern, den Lehrern den Chefs etc. ist.

Die Gleichzeitigkeit von Ungleichheiten führt zu „diffused thinking“, zu Hypocognition und damit zu „Übertreibungen“ auf verschiedenen Ebenen des Lebens. Das gemeinsame kulturelle Fundament und die gleiche Art zu denken, lässt jedoch eigene Lösungsmöglichkeiten zu und kann das vermeintliche Chaos auflösen. Wenn man Schüler sagen hört, dass dieser Vortrag eine ganze neue Sicht auf das Land und dessen Menschen ermöglicht hat und sie mehr darüber erfahren möchten, zeigt das, dass Frau Banerji die Jugendlichen mit ihrem sehr engagierten und äußerst kompetenten Vortrag erreicht hat.

Brigitte Kaiser und Alexandra Franze



Johanna Parthe aus der Q12 nahm in der Kategorie „Einzeleinreichungen“ am
„1. deutsch-französischen Comic-Wettbewerb“
teil.

Thema:

„Kriegsende. Und dann?“ - der 1. Weltkrieg als Comic

Der Wettbewerb war gemeinsam von Volksbund und seiner französischen Partnerorganisation L'Office national des anciens combattants et victimes de guerre (ONAC VG) ausgelobt.

Ihre vier Panels stützten sich auf die Tagebucheintragungen des Spenglermeisters Josef Schmidt aus Mariaschein in Böhmen, dessen zwei ältesten Söhne Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg in der österreichischen KuK-Armee waren. Deren Kriegserfahrungen und die Erlebnisse bei Heimaturlaub hat er stichpunktartig in einer Familienchronik notiert. Die Zeichnungen beruhen also auf tatsächlichen Ereignissen, sind also gezeichnete Geschichte.











Führung in der Alten Hofhaltung Bamberg

„Um die Zukunft historisch mitzugestalten, bedarf es der Erkenntnis, dass die Gegenwart historisch bedingt ist.“

Die Beschäftigung mit der Dimension „Zeit“ ist das zentrale Element im Fach Geschichte am Gymnasium. Mit Hilfe historischer Methoden, die den Schülern dem Anforderungsniveau der jeweiligen Klassenstufe angepasst und anhand konkreter Beispiele vermittelt werden, sollen Strukturen, Entwicklungsprozesse, die Bedeutung historischer Ereignisse sowie die Rolle von Persönlichkeiten erfasst werden.

Dabei ist Geschichtsunterricht weit mehr als reines Zahlen- und Faktenwissen, gerade wenn man die Dimension der Geschichte als Voraussetzung begreift, Zukunft gestalten zu können.

W-Seminar Geschichte: Preisgeld ermöglicht Reise nach New York

Biographie Justin Fränkel: Preisgeld ermöglicht Reise zur Tochter des Porträtierten

Für ihre herausragende Seminararbeit über den jüdischen Lehrer Justin Fränkel im Rahmen des BLLV-Projekts Erinnern erhielt Jana Schmitt den Preis des Bayerischen Clubs – wir berichteten. Das Preisgeld hat sie in eine fünftägige Reise nach New York investiert und Justin Fränkels Tochter Edith Fraenkel-Schwarz besucht. Der Familie Fraenkel gelang in den 30er Jahren die Emigration in die USA.

Wie kam es zu der Reise?

Für meine Seminararbeit habe ich als Zeitzeugin Edith Schwarz – das Fraenkel lässt sie in der Regel weg -, interviewt, einmal per Telefon und dann hatten wir E-Mail-Kontakt. Schon damals hat sie mich eingeladen. Mit dem Preisgeld des Bayerischen Clubs war dieser Besuch möglich und ich konnte ihr sagen, dass ich nach New York kommen werde. Meine Eltern und meine beste Freundin haben mich begleitet.

Wie sind Ihre Tage in New York verlaufen?

Edith Schwarz hat uns bei sich untergebracht. Sie wohnt in einem der äußersten Randbezirke von New York, wir sind mit dem Taxi dahin gefahren. Sie hat uns den Ort und den Bahnhof gezeigt, damit wir auch nach New York reinfahren konnten. Am ersten Abend hat sie uns mit einem Abendessen bewirtet und uns bei dieser Gelegenheit erzählt, wie ihr koscherer Haushalt funktioniert und auf was wir achten sollen. Wir frühstückten in den nächsten Tagen immer gemeinsam, tagsüber hatte sie meistens andere Verpflichtungen und wir waren in der Stadt unterwegs, aber abends haben wir uns dann wieder getroffen und miteinander geredet.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Wie offen Frau Schwarz war. Sie hat uns nicht gekannt, sie hat uns zu sich eingeladen und eine ganze Woche bei sich aufgenommen. Sie hat sehr offen über ihre Familiengeschichte gesprochen, auch über ihre jetzige Familiengeschichte. Und vor allem, dass sie so dankbar war, sie hat sich immer wieder bedankt für meine Arbeit über ihre Familie – bei allem, was sie alles für uns getan hat, im Vergleich dazu: Das war ja nur eine Seminararbeit! Sehr eindrucksvoll fand ich auch, wie fit und kulturell interessiert Frau Schwarz noch ist. Sie ist ja jetzt schon hoch in den 80ern … Sie unternimmt sehr viel und geht regelmäßig ins Theater und ins Musical. Sie ist sehr kulturinteressiert und konnte uns viele Tipps geben.

Werden Sie mit Ihrer Gastgeberin in Kontakt bleiben?

Edith Schwarz unternimmt jedes Jahr eine Deutschlandreise. Wir hoffen sehr, dass sie im nächsten Jahr bei uns vorbeikommt.

Alexandra Franze

Fachschaft Geschichte – Ein Überblick zum Schuljahr 2012/13

Eine Zeitreise durch die Welt der Mode

„Auf dem Laufsteg: Vom Reifrock zum Minikleid“ - dies war der Titel der Themenführung des KPZ im Germanischen Nationalmuseum, die sich die Klasse 8b am Wandertag aussuchte, um Geschichte einmal aus einer anderen Perspektive zu erfahren. Nach einem kulturgeschichtlichen Überblick über die Welt der Mode hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, Kostüme anzuprobieren und dabei bei einer kleinen Modenschau in eine andere Rolle zu schlüpfen.

Was ist ein Uschepti? – Wissenswertes aus dem Alten Ägypten

Diese Frage und viele weiteren wurden bei einem Vortag von Frau Dr. Braun geklärt, der sich an interessierte Schüler, Lehrkräfte und Eltern richtete. Frau Dr. Braun promovierte in Ägyptologie und arbeitet am Projekt „Ägypten in der Schule“ des Ägyptologischen Instituts der Universität Leipzig mit. Außerdem unterrichtet sie am Hochfranken-Gymnasium Naila für die Fächer Deutsch und Geschichte.

In ihrem Vortrag räumte sie auf wissenschaftlich fundierte, unterhaltsame und äußerst anschauliche Weise mit populärwissenschaftlichen Irrtümern zur Geschichte des Alten Ägyptens auf. Bei dieser Gelegenheit erfuhren die Zuhörer von den hilfreichen Uscheptis, kleinen menschenähnliche Figuren, die als Grabbeigaben Sklavendienste auch im Jenseits erfüllen sollten.

Nürnberg- Stadt der Reichsparteitage

Auch dieses Jahr konfrontierten sich die Schülerinnen der 9. Klassen mit der Rolle Nürnbergs im Dritten Reich und besuchten mit OStR J. Schmidt sowohl das ehemalige Reichsparteitagsgelände als auch die Ausstellung „Faszination Gewalt“ im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Hier wird unter anderem Nürnberg als "Stadt der Reichsparteitage" thematisiert. Weiterhin vertieften die Schülerinnen im Unterricht gelernte Sachverhalte wie die Entrechtung der Juden durch die "Nürnberger Gesetze" oder die nach 1945 von den Alliierten durchgeführten "Nürnberger Prozesse".

Berlin- nicht nur ein Spiegel deutscher Geschichte

Pergamon –Museum, „Topographie des Terrors“, Gedenkstätte Berliner Mauer, Stasigefängnis Hohenschönhausen, Deutscher Bundestag sind nur einige Stationen aus einem vielfältigen Angebot, aus dem die Schülerinnen der 10. Klassen auswählen konnten. Die Berlinfahrt wurde auch dieses Jahr wieder von den Fachschaften Sozialkunde und Geschichte durchgeführt. Im Vorfeld fand ein Projekttag statt, an dem die Schülerinnen inhaltlich auf verschiedene Programmpunkte vorbereitet wurden. Dass diese Stadt nicht nur für Schüler noch weitaus mehr zu bieten hat, muss nicht eigens erwähnt werden, schließlich blieb nach dem „Pflichtprogramm“ noch genügend Zeit für die „Kür“.

Bamberger als Opfer der Nationalsozialisten

Während die Schülerinnen der 12. Jahrgangsstufe bereits ihr W-Seminar Geschichte bei Herrn OStR Kick mit der Seminararbeit abschlossen, begann für die 10 Schülerinnen des W-Seminars Geschichte 11 „Bamberger als Opfer der Nationalsozialisten“, das Frau StRin Franze in Zusammenarbeit mit dem Dachauer Forum und dem BLLV durchführt, die Arbeit, in diesem Fall die Recherche in verschiedenen bayerischen Archiven. Ergebnis der Arbeit soll neben der Seminararbeit ein „Gedächtnisblatt“ sein, um diesen Menschen noch eine Stimme zu geben. Im Laufe des Schuljahres fanden verschiedene Workshops in der Gedenkstätte Dachau, im Max-Mannheimer-Institut Dachau sowie auch am Eichendorff-Gymnasium statt. An dieser Stelle sei auch dem Elternbeirat gedankt, der sich an den Fahrtkosten beteiligt hat.

„Wenn ihr hier ankommt…“

Ab Montag, dem 8. Juli wird die gleichnamige Wanderausstellung eine Woche im Foyer der Schule zu sehen sein. Sie thematisiert am Beispiel der Familie Mosbacher das Schicksal einer jüdischen Familie aus Nürnberg, deren Tochter das Dritte Reich dank eines Kindertransports nach England überlebte.

Alexandra Franze

Jugend im Nationalsozialismus: Zwischen Anpassung und Widerstand
Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg

„Der Nationalsozialismus sah in der Jugend den wichtigsten Träger seiner Zukunftsgestaltung. Nur wenigen jungen Menschen gelang es, sich der Vereinnahmung zu entziehen.

Mit Filmausschnitten, Tondokumenten und Fotos wird die Rolle Jugendlicher bei den Reichsparteitagen, ihre Motivation zum Mitmachen, aber auch der jugendliche Widerstand am Beispiel der "Weißen Rose" thematisiert“.

So lautet die Ankündigung des Themengesprächs, für das sich die Schülerinnen der Klasse 9b bei ihrem Besuch des Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg entschieden hatten.

Nachdem sich die Schülerinnen im Geschichtsunterricht mit dem Themenkomplex „Zeit des Nationalsozialismus“ auseinandergesetzt hatten, bot sich zur Vertiefung eine Fahrt nach Nürnberg an, um hier vor Ort die Bedeutung und Funktion der Reichsparteitage zu verdeutlichen.

Ein Teil der Klasse wollte die Ausstellung mit Unterstützung eines Audio Guides und mit Fragebögen selbst erkunden, der andere Teil entschied sich für eine Führung. Diese gab zunächst einen Überblick über das Reichsparteitagsgelände und Informationen zur Kongresshalle sowie zur Konzeption der Ausstellung. Nach dem eineinhalbstündigen Ausstellungsbesuch hatten die Mädchen noch Gelegenheit, einzelne Sachverhalte individuell zu vertiefen.

Daran anschließend trafen sich die Schülerinnen im Seminarraum des Studienforums zu einem Nachgespräch. Hier stand der Schwerpunkt „Jugend im Nationalsozialismus“ im Vordergrund. Die allermeisten Schülerinnen nutzten die Gelegenheit, um zum einen ihr bereits erworbenes Wissen anzuwenden und zum anderen Fragen zu stellen. Mit Hilfe von Plakaten und kurzen Filmsequenzen wurde die Macht von Bildern und Inszenierungen herausgearbeitet, was die Manipulation der Massen, vor allem auch der Jugend, zeigte. Erschreckend deutlich machte dies eine Gegenüberstellung von Bildern Jugendlicher auf den Reichsparteitagen mit Photos heutiger Großveranstaltungen wie Rockkonzerte. Es war nicht einfach, die Bildausschnitte und Momentaufnahmen der entsprechenden Zeit zuzuordnen. Die Anstrengungsbereitschaft und das Interesse der Mädchen an diesem Tag bestätigt die Relevanz, die das Lernen am historischen Ort besitzt.

Eigentlich war zum Abschluss noch ein kurzer Rundgang auf dem Gelände geplant, der aufgrund starker Regenfälle leider ausfallen musste.

Im Juli werden beide neunten Klassen auch dieses Schuljahr die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht haben.

Alexandra Franze

AGIL Museumspädagogik in Bamberg

Für unsere jüngsten „Historiker“ ergab sich im Oktober 2009 die Möglichkeit, Geschichte handlungsorientiert und regional zu „begreifen“. Frau Philipp und Frau Franze nutzten mit ihren 6. und 7. Klassen das Angebot von AGIL, einem Team von Archäologen, Historikern und Pädagogen, die durch ihren museumspädagogischen Ansatz Geschichte lebendig werden lassen

Die Schülerinnen der 7. Klasse gewannen bei der Führung „Kaufleute, Handwerksmeister und Kirche“ einen Einblick in die Zeit des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und erprobten sich im Feuermachen mit Hilfe von Feuerstein und Zunder.

Dass die beiden Gallier Asterix und Obelix zu den bekanntesten Vertretern der Kelten gehören, war für die Klasse 6b, die am Keltenprojekt „Die Kelten kommen“ von AGIL teilnahm, ebenso überraschend wie die Tatsache, dass gerade unsere Gegend und hier vor allen Dingen der Staffelberg zu den wichtigen frühen Siedlungsgebieten der Kelten zählen

Besuch der Gedenkstätte Dachau

Gerade durch die Auseinandersetzung mit den Gräuel des Naziregimes kann der Geschichtsunterricht einen großen Beitrag zur Werteerziehung leisten. Der Besuch der Gedenkstätte Dachau für die 9. Klassen und der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar für die 11. und 12. Jahrgangsstufe stand auch dieses Schuljahr auf dem Programm.

Im Zusammenhang mit der Geschichte des Dritten Reichs wurde die Politik der Nationalsozialisten gegenüber den Juden in der Ausstellung „Der letzte Weg der Bamberger Juden“ des Bamberger Bündnisses gegen Rechtsextremismus regionalgeschichtlich vertieft.

Günther Pierdzig (Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus) führte die 9. Klassen kompetent durch die Ausstellung, die in 6 Stationen die Geschichte und das Schicksal der Bamberger Juden sehr anschaulich herausarbeitet. Die Informationstafel der ersten Station zeigt bekannte Synagogenstandorte und alte Straßenbezeichnungen, die die Jahrhunderte alte Existenz der Juden in Bamberg beweisen. Station 6 thematisiert die Deportationen Bamberger Juden vom Bamberger Bahnhof aus in die Arbeits- und Vernichtungslager der Nazis. „Zwischen dem 27. November 1941 und dem 23. September 1942 wurden nachweislich in fünf Transporten mindestens 223 Personen deportiert.“ (Flyer zur Ausstellung)

Austellung: "Rechtsradikalismus in Bayern"

Da Geschichtsunterricht immer auch eine gegenwartsbezogene Komponente hat und damit zur politischen Bildung beiträgt, fand am 11.11.2009 die Eröffnung der Ausstellung der Friedrich Ebert Stiftung „Rechtsradikalismus in Bayern“ statt. Die Schülerinnen der 9. und 10. Klassen konnten sich in diesem Zusammenhang bei einem Vortrag mit dem Thema „Rechtsradikalismus in Franken“ von Frau Mayr vom Projekt Tacheles vorab informieren.

Ausblick

In der letzten Schulwoche sind noch weitere Aktivitäten der Fachschaft Geschichte in Planung. So fahren auch dieses Jahr die Schülerinnen der 10. Klasse nach Berlin. Die Schwerpunkte der Berlinfahrt, die OStR Michael Kick organisiert, sind die Rolle Berlins nach 1945 sowie während der deutschen Teilung und Einblicke in die Diktatur der DDR, was gerade durch den Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen drastisch vor Augen geführt wird.

Römisches Leben steht bei der Exkursion der Klasse 6b nach Aschaffenburg zum Pompejanum auf dem Programm. Diese Fahrt verknüpft Inhalte der Fächer Latein sowie Geschichte und wird von Frau Philipp und Frau Franze durchgeführt werden.

Der Leistungskurs Geschichte wird zusammen mit dem Kursleiter OStR Schmidt gegen Schuljahresende eine Fahrt ins Ruhrgebiet unternehmen, um dort das Themengebiet „Industrialisierung“ vor Ort zu erkunden und den Strukturwandel dieses Gebietes bis in die Gegenwart zu verfolgen.

Alexandra Franze